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HINWEISE |
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ERGÄNZENDE ANGEBOTE |
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Verwendung der Fäkalien
Die in der Komposttoilette gesammelten Fäkalien sind je nach Technik gar
nicht kompostiert (Mobiltoilette), wenig kompostiert (Gartentoilette) oder
fertig kompostiert (Haustoilette). Gar nicht oder wenig kompostierte
Fäkalien sollen mindestens ein Jahr, möglichst zwei Jahre auf dem
Komposthaufen verrotten. Um den Kreislauf über die menschliche Nahrung
möglichst weit zu halten, sollte Fäkalkompost nicht zum Gemüseanbau
eingesetzt werden, sondern unter Ziersträuchern und Hecken ausgebracht
werden.
Verwendung des Urins
Der nicht mit den Fäkalien in Kontakt gekommene und damit hygienische Urin
ist in Verdünnung mit der zehnfachen Menge Wasser ein hervorragender,
stickstoffhaltiger Pflanzendünger. Er sollte allerdings mit der selben
Sorgfalt, wie ein Stickstoffdünger kontrolliert im Garten ausgebracht
werden. Zur Vereinfachung des Mischvorganges gibt es einen
Ejektor, mit
dessen Hilfe die Mischung direkt im an den Wasserhahn angeschlossenen
Gartenschlauch erzeugt wird und so versprüht werden kann. Der Urin kann auch
pur zum Anfeuchten eines trockenen Kompostes verwendet werden. Am besten
sollte der Kompost dann generell vor Regen geschützt sein, damit ein
Auswaschen der Nährstoffe in den Boden und das Grundwasser verhindert wird.
Urin lässt sich auch über eine Lehmwand verrieseln, auf diese Art wird
Salpeter gewonnen, das wieder als Dünger verwendet werden kann.
Verwendung des Sickerwassers
Urin, der durch die Fäkalienkompostmasse durchgesickert ist, sogenanntes
Sickerwasser, ist gleichfalls in der Regel hygienisch unbedenklich, da die
unteren Kompostschichten als Keimfilter fungieren. Da dieses Sickerwasser
aber Trübstoffe enthält und meistens das ästhetische Empfinden strapaziert,
sollte es nicht im Garten versprüht werden. Es kann aber gleichfalls über
den trockenen Kompost gegeben werden. Ansonsten müsste es als Abwasser in
die Kanalisation entsorgt werden.
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Entlüftung
Die passive Entlüftung beruht auf dem Schornsteineffekt, d.h. die Luft in
einem senkrecht stehenden Rohr wird aufgrund des unterschiedlichen
Luftdruckes am unteren und oberen Ende immer aufsteigen. Dieser Prozess wird
durch die eher warme Luft in der Toilette unterstützt, da diese nach oben
will. Auf diese Art werden die Gase aus dem Toilettenraum (vorwiegend
geruchfreie Kompostierabgase wie Kohlendioxid und Wasserdampf) abgeführt und
frische Luft mit dem für die Kompostierung benötigten Sauerstoff angesogen.
Da diese passive Triebkraft relativ schwach ist, sollte sie durch eine
gerade Rohrführung
(d.h. maximal zwei 45°-Bögen) möglichst wenig behindert
werden. Das Rohr sollte ca. ½ Meter über Dach enden, damit die Windlast
nicht zu groß wird.
Bei Inversionswetterlagen, d.h. bei umgekehrten Luftdruckverhältnissen kann
der Schornsteineffekt versagen. Deshalb sollte bei Haustoiletten und auch
bei komplizierten Entlüftungswegen die Entlüftung unterstützt werden. Hierzu
gibt es elektrische Ventilatoren (mit Netzanschluss oder
Batterieanschlussklemmen), Windventilatoren und Solarschornsteine.
Komposttoiletten mit künstlicher Entlüftung über einen elektrischen
Ventilator benötigen für den geruchfreien Betrieb weniger bzw. gar keine
Toilettenstreu. Dann muss beim Entleeren auf den Kompost kohlenstoffhaltiges
Substrat zugegeben werden. Der Ventilator sollte allerdings auch bei
Abwesenheit laufen bzw. die Toilette ist vor dem Abschalten des Ventilators
zu leeren. Die kleinen Ventilatoren der Separett-Serie mit 1 Watt Leistung
sind nicht zu hören und verbrauchen nur 0,025 kWh Strom am Tag; das kostet
auch bei permanentem Betrieb nur wenige Euro im Jahr.
Komposttoiletten ohne angeschlossene Entlüftungsrohre werden in der Regel
etwas muffig riechen. Bei Mobiltoiletten wird das um der Flexibilität willen
in Kauf genommen und mit besonders viel sehr saugfähiger Streu ("Zugol")
unterdrückt. Von den Gartentoiletten eignen sich die Toiletten mit
Urinabtrennung am ehesten für eine solches Experiment. Auch hier sollte dann
auf die Streu "Zugol" zurückgegriffen werden.
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PRODUKTE
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